Veröffentlicht in Aktuelles
am 11.08.2017

Der Heilbronner Landtagsabgeordnete Rainer Hinderer nutzt die sitzungsfreie Zeit für Praxistage, die ihn in diesem Jahr 200 Meter tief unter seinen Wahlkreis führten. Ein Praktikum bei der Südwestsalz AG (SWS AG) brachte dem Abgeordneten den wertvollen Heilbronner Bodenschatz und die Arbeit der Bergleute unter und über Tage näher.

„Während Landschaft und Weinbau den Menschen jeden Tag die Schönheit unserer Region vor Augen führen, ist der reiche Schatz, der 200 Meter unter der Oberfläche seit Jahrmillionen schlummert, nicht so recht im Bewusstsein vieler Heilbronner“, so Hinderer. Der Landtagsabgeordnete verschaffte sich selbst einen praxisnahen Eindruck vom Salzabbau unter Tage, über die Aufbereitung bis hin zur Verladung des wertvollen Gutes. Den Auftakt der Sommerpause nutzt der Abgeordnete regelmäßig für ein betriebliches Praktikum. Nach Pflegeberufen, der Ausbildung im Handwerk und der Arbeit mit Flüchtlingen war in diesem Jahr die Arbeit unter und über Tage angesagt. „Das Thema lag auf der Hand“, so Hinderer, „weil ich ja auch seit einem knappen Jahr Mitglied des Aufsichtsrats der SWS AG bin.“

Seitens der SWS AG wurde für den Abgeordneten ein interessantes Praktikumsprogramm zusammengestellt; je zwei Tage in der Frühschicht in Heilbronn und Bad Friedrichshall. Am ersten Tag stand die Salzaufbereitung, ein Besuch im Labor und die Weiterverarbeitung auf dem Programm. Einblicke gab es in die Bedienung der nagelneuen Kleingebindeanlage. Nach einem Sicherheitstraining durfte der Abgeordnete eine Probefahrt mit dem Radlader machen und bei der Waggonverladung mithelfen.

Am zweiten Tag ging die Seilfahrt unter Tage. Nach der Besichtigung der Untertageaufbereitung und des Abbaus mit Sprenglochbohrung und der schneidenden Gewinnung mit dem Continous-Miner folgte die Mitarbeit in der Wetterkolonne, die unter Tage für die Frischluftzufuhr zuständig ist. Beim Verlegen von Wetterrohren, den „Lutten“, und Kabelverbindungen an der Streckendecke war der körperliche Einsatz des Abgeordneten gefragt.

Weiter ging es am nächsten Tag mit der Seilfahrt in Bad Friedrichshall-Kochendorf. Unter Tage wurden die Einlagerungsbereiche und die Untertagedeponie in Heilbronn befahren; über Tage folgte die Mitarbeit in der Entsorgungsanlage. „Die Verfüllung mit Schüttgut und die Einlagerung belasteter Stoffe zumeist in den sogenannten Big-Bags ist mittlerweile ein wichtiges Standbein der SWS AG“, so Hinderer: „und gut für Baden-Württemberg, dass wir einen so geeigneten Standort für eine Untertagedeponie haben.“

Am vierten Tag stand die Saline Bad-Friedrichshall auf dem Programm. Im dortigen betriebseigenen Kraftwerk wird gerade eine neue Großturbine eingebaut. Geplant ist, dass von dort demnächst auch der Strom unter Tage an den Standort in Heilbronn geliefert wird – „ein Beitrag des Unternehmens zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nachhaltigkeit“, so Hinderer. Bei der praktischen Arbeit in der Saline erfuhr der Abgeordnete allerhand über die Komplexität bei der Produktion von Siedesalz, das insbesondere als Speise- und Pharmasalz vertrieben wird.

 

Hinderer führte auch ein Gespräch mit dem Betriebsrat der SWS AG: die Dynamik der technischen Prozesse und die Digitalisierung unter und über Tage verändert die Arbeitswelt der Bergleute. Fachkräfte sind schwierig zu finden. Hinderer begrüßt es, dass das Unternehmen wieder verstärkt in die Ausbildung einsteigt und nicht nur Bergleute, sondern eine Vielzahl interessanter technischer und kaufmännischer Berufe im Unternehmen ausgebildet werden. Zum Abschluss der Praxistage traf sich der Abgeordnete mit den Vorständen der SWS AG, Ulrich Fluck und Wolfgang Rüther. Man war sich einig, dass der Salzabbau ein Aushängeschild für Heilbronn ist und Bergbau, Saline, der Entsorgungsbereich mit allen Standorten des Werkes auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Unternehmensentwicklung spielen sollen. Nach vier interessanten und arbeitsintensiven Tagen fiel das Fazit des Landtagabgeordneten durchweg positiv aus: „ich bin sehr beeindruckt und kann meinen Kollegen nur empfehlen, den feinen Anzug mal mit dem „Blaumann“, der in meinem Fall weiß war, zu tauschen und sich regelmäßig einen vertieften Einblick in die betriebliche Arbeitswelt zu verschaffen“.       

 

Veröffentlicht in Allgemein
am 01.08.2017

Die beiden Heilbronner Abgeordneten Josip Juratovic MdB und Rainer Hinderer MdL informierten sich am Montag, den 24. Juli 2017, im Rahmen der Projektwoche „Arbeit 4.0“ über die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung in der Arbeitswelt.

„Wir dürfen die Digitalisierung in Deutschland nicht verschlafen. Gerade für unsere Region der Hidden-Champions ist es wichtig, hier am Ball zu bleiben“, ist sich Bundestagsabgeordneter Josip Juratovic der Wichtigkeit des Themas bewusst. Zusammen besuchten die Abgeordneten die Hochschule Heilbronn und bekamen durch Rektor Lenzen, Dekan Wittenberg und Herrn Bauer im Otto-Rettenmaier-Forschungslabor einen Eindruck davon, was die Industrie 4.0 für die Region bietet. Danach ging es zu „abmSOFT Gesellschaft für Hard+Software GmbH“. Bei der Heilbronner Firma erfuhren Juratovic und Hinderer mehr über die bisherigen Geschäftserfahrungen in diesem Bereich und die großen Chancen für kleine und mittlere Unternehmen, die durch das Heilbronner Unternehmen in den Bereichen Logistik und mobile Prozesse bei der Digitalisierung unterstützt werden. Der Geschäftsführer des Heilbronner Unternehmens, Oliver Moser, freute sich zudem, den beiden Abgeordneten mit dem Roboter „Pepper“ auch ein anschauliches Beispiel präsentieren zu können. Dass im Bereich der Software-Entwicklung Fachkräftemangel herrscht, überrascht keinen der Beteiligten.

„Umso wichtiger ist es, die undurchdachte Einführung von Studiengebühren für Ausländer zurückzunehmen“, betont Juratovic im Kontext der möglichen Abwanderung von ausländischen Studierenden an andere Hochschulstandorte in Deutschland.

„Bei der Digitalisierung und Industrie 4.0 darf man die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht vergessen. Wir müssen anfangen, die Digitalisierung von den Beschäftigten aus zu denken. Digitalisierung ist mehr, als ein schneller Internetanschluss „auf dem letzten Schwarzwaldhof“ – das muss auch unserem Digitalisierungsminister in Baden-Württemberg klar werden“, fasst Rainer Hinderer die Erfahrungen aus den beiden Besuchen zusammen.

 

Hintergrund:

Projektwoche vom 21. bis 28. Juli 2017

„Arbeit 4.0 – Wie gestalten wir gemeinsam die Arbeitswelt von morgen?“

Jeder spricht davon, aber keiner weiß genaueres – Arbeit 4.0. Und das wollen wir ändern. Mit Digitalisierung, Automatisierung und der raschen Veränderung in der Arbeitswelt sehen sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in die Lage versetzt, neue Herausforderungen meistern zu müssen. In einer Projektwoche Arbeit 4.0 der SPD Baden-Württemberg, der SPD-Fraktionen in Bundes- sowie Landtag und der Kandidierenden für die Bundestagswahl sollen Chancen, Risiken und der politische Gestaltungsraum diskutiert werden. Es soll gezeigt werden, wie vielseitig Arbeit 4.0 ist und wie sich in den verschiedenen Arbeitsfeldern ganz unterschiedliche Anforderungen stellen.

 

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am 11.07.2017

Rainer Hinderer MdL: „Der Schülerwettbewerb ist eine gute Möglichkeit für junge Menschen, sich mit politischen Fragestellungen und Problemen aktiv auseinanderzusetzen.“

Der Heilbronner Abgeordnete Rainer Hinderer lädt Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Schülerwettbewerb des Landtags ein.

Der Heilbronner SPD-Abgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Integration lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, beim Schülerwettbewerb des Landtags zur Förderung der politischen Bildung mitzumachen.

Die Teilnehmer können zwischen verschiedenen Themen und Arbeitsformen auswählen. So kann beispielsweise ein Plakat gestaltet werden, das dazu aufruft, die Natur zu schützen oder das zeigt, wo diese bedroht ist. Erstmalig gibt es in diesem Jahr ein neues Onlineformat.

„Der Schülerwettbewerb will Jugendliche dazu anregen, sich mit politischen Fragestellungen und Problemen aktiv auseinanderzusetzen“, so Rainer Hinderer MdL. Auch bei der 60. Auflage des Schülerwettbewerbs werden attraktive Preise vergeben. Neben Sachpreisen gibt es unter anderem auch Studienfahrten sowie einen Förderpreis des Landtags für herausragende Arbeiten in Höhe von bis zu 1.250 Euro zu gewinnen. Bei der Preisverleihung werden alle Schularten berücksichtigt.

Einsendeschluss ist der 17. November 2017. Weitere Informationen, darunter auch alle Themen des 60. Schülerwettbewerbs, sind im Internet auf der Homepage www.schuelerwettbewerb-bw.de zu finden oder bei der Landeszentrale für politische Bildung, Schülerwettbewerb des Landtags, Lautenschlagerstraße 20, 70173 Stuttgart zu erfahren.

„Es würde mich freuen, wenn ich viele interessante Arbeiten von Schülerinnen und Schüler aus dem Wahlkreis Heilbronn in Stuttgart sehen könnte“, betont der Heilbronner Abgeordnete und freut sich auf innovative Arbeiten.

 

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am 06.07.2017

Gesundheitsexperte Rainer Hinderer: „Es ist ein Skandal, dass sich Minister Lucha vehement für Umwandlungen in der Krankenhauslandschaft – darunter auch Schließungen – einsetzt und nun die für die Umwandlung nötigen Finanzmittel nicht beibringt.“

SPD-Gesundheitsexperte Rainer Hinderer hat erste Signale der grün-schwarzen Landesregierung für die Krankenhausfinanzierung im Doppelhaushalt 2018/2019 scharf kritisiert. Minister Lucha werde nun von seiner Trickserei im letzten Haushalt eingeholt, bei dem er die hohen Förderungen für Krankenhäuser nur durch die Einrechnung von Versichertengeldern aus dem Strukturfonds halten konnte. Nachdem der Minister die Landesmittel für das Krankenhausbauprogramm mit dem aktuellen Haushalt bereits um über 60 Millionen Euro gekürzt hatte, führe er diesen Weg auch im kommenden Doppelhaushalt weiter. „Es ist ein Skandal, dass sich Minister Lucha vehement für Umwandlungen in der Krankenhauslandschaft – darunter auch Schließungen – einsetzt und nun die für die Umwandlung nötigen Finanzmittel nicht beibringt“, sagte Hinderer. Die in den geheimen Nebenabreden der grün-schwarzen Koalition festgehaltenen zusätzlichen 65 Millionen Euro hätten nun in Schall und Rauch aufgelöst.

Die SPD habe in ihrer Regierungsbeteiligung die Mittel für die Krankenhausförderung im Landeshaushalt von 332 Millionen Euro pro Jahr um 35 Prozent auf 455 Millionen Euro in 2016 erhöht. Das sei auch dringend nötig gewesen, weil in den Kliniken viele Investitionen für moderne Behandlungsmethoden anstehen. Der grüne Sozialminister Lucha und die grüne Finanzministerin Sitzmann setzten anscheinend bei den Krankenhäusern den Rotstift an, um andere Prestigeprojekte finanzieren zu können. „Wer sich für Krankenhausschließungen stark macht, der darf die Bevölkerung und die Verantwortlichen vor Ort nicht mit den Folgen alleine lassen“, so Hinderer.

 

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am 07.06.2017

Die SPD-Landtagsfraktion mit Experten im Gespräch zur Bekämpfung von  Kinderarmut.

Auf Einladung des Arbeitskreises Soziales und Integration der SPD-Landtagsfraktion diskutierten Expertinnen und Experten Strategien zur Bekämpfung von Kinderarmut. Außer den SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle, Rainer Hinderer und Andreas Kenner nahmen Vertreterinnen und Vertreter von Caritas, Diakonie, Landesfamilienrat und weiteren Verbänden am Gespräch teil.

„Obwohl wir in einem der wohlhabendsten Bundesländer Deutschlands leben, ist Kinderarmut auch bei uns ein drängendes Thema. Es ist unsere Verantwortung gegenüber den Kindern, hier aktiv zu werden. Kein Kind in diesem Land soll in Armut aufwachsen müssen“, betonte Rainer Hinderer die Wichtigkeit des Themas.

Während des zweistündigen Gesprächs wurden verschiedene politische Maßnahmen zur effektiven Bekämpfung von Kinderarmut diskutiert. Die Fachleute stellten klar, dass Kinder alleinerziehender Mütter und Väter von einem deutlich höheren Armutsrisiko betroffen sind. Alleinerziehenden Eltern kämen flexiblere Arbeitsbedingungen und gute Kinderbetreuung in besonderem Maße zugute. Hier gelte es, die Arbeit der vergangenen Legislaturperiode fortzuführen und die Betreuungsangebote weiter auszubauen. „In Heilbronn sind wir mit dem gebührenfreien Kindergarten Vorreiter in der Republik. Wir wollen aber eine gebührenfreie Bildung – von der Kita bis zum Meister oder Master. Dass muss in einem Land wie Baden-Württemberg der Maßstab sein“, so der Abgeordnete Rainer Hinderer.

 

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am 07.06.2017

Rainer Hinderer MdL: „Gemeinschaftsschulen sind ein Erfolgsmodell – dies zeigt sich an der Eichbottschule in Leingarten.“

Für ein Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der 5., 6. und 7. Klasse besuchte Rainer Hinderer die Gemeinschaftsschule Leingarten. „Ich bin begeistert, was mir die Expertinnen und Experten in eigener Sache mit auf den Weg gegeben haben.“, betont der Landtagsabgeordnete nach  dem Gespräch und freut sich, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Schulart konstruktiv und hoch engagiert begleiten.

Gerade das Lern- und Arbeitsklima ist bei jedem Besuch einer Gemeinschaftsschule etwas ganz besonderes für den Abgeordneten. An „Meeting Points“, an denen Gruppen- und Partneraufgaben gelöst werden, kommen die Schülerinnen und Schüler ins Gespräch, können in ihrer Lernzeit aber auch eigene Wege gehen und sich ihren Lernplatz individuell suchen. So kann es vorkommen, dass auch mal auf dem Boden oder unter dem Tisch gelernt wird.

Detailliert erklären Helen, Tom, Susanne, Pascal und Laura stellvertretend für Ihre Mitschüler wie während der Lernzeit in unterschiedlichen Niveaus gelernt wird. Vom Grundniveau, über das mittlere Niveau, bis zum erweiterten Niveau, lernt jeder Schüler entsprechend seinem derzeitigen Stand. Ergänzend berichten Luana und Silas von den Checkpoints, an denen man die Lösungen der Aufgaben abgleichen kann. Lucca erklärt Rainer Hinderer das „Eich-Book“, mit dem die Schülerinnen und Schüler ihren Schulalltag bestreiten.

Überzeugt vom Konzept der Gemeinschaftsschule zeigt sich auch der Leiter der Eichbottschule, Andreas Heitlinger. „Mit den Lernentwicklungsgesprächen erhalten die Eltern und Schüler regelmäßig einen detaillierten Bericht, wie ihre Kinder sich im Stoff und der Schule zurechtfinden. Bei uns fällt niemand durch das Raster.“ Die Schule sei im Ort und der Umgebung gut angenommen worden. David Ritschel, Gymnasiallehrer an der Eichbottschule, betont, dass er sich nach dem Referendariat bewusst für eine Gemeinschaftsschule entschieden habe. Ergänzend stellt Rainer Hinderer klar, dass die SPD-Landtagsfraktion zu ihrer Aussage steht, an Gemeinschaftsschulen, bei denen eine gymnasiale Oberstufe sinnvoll ist, die Schulen bei der Einrichtung zu unterstützen. Er fordert von den Regierungsfraktionen, dass sie die Gemeinschaftsschulen nicht im Regen stehen lassen dürfen. Für die Eichbottgemeinschaftschule sei eine gymnasiale Oberstufe sicher reizvoll, jedoch mit Blick auf den tatsächlichen Bedarf und die Nähe zu zahlreichen Gymnasien unrealistisch. „Umso wichtiger ist es deshalb, dass die Schüler gut vorbereitet werden und frühzeitig Kooperationen mit geeigneten Gymnasien angebahnt werden“, so Hinderer.

 

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