Aktuelle Herausforderungen in der Altenpflege in Baden-Württemberg

Veröffentlicht in Allgemein

Auch wenn viele politische Bereiche der Pflege in die Bundespolitik fallen, sieht die SPD-Landtagsfraktion auch in der Landespolitik Handlungsbedarf und hat dazu nun ein entsprechendes breites Positionspapier vorgelegt. Zwei Kernpunkte des Papiers sind die volle Übernahme der pflegebedingten Kosten im Heim durch die Pflegeversicherung und endlich eine allgemeinverbindliche Bezahlung in der Pflege. „Vor allem demografisch bedingt wird die Anzahl der Pflegebedürftigen auch in Baden-Württemberg weiter deutlich zunehmen. Dem gegenüber steht ein immenser Fachkräftemangel sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Altenpflege“, zeigt sich Rainer Hinderer von der Notwendigkeit des Papiers überzeugt. Neben einem 5-Jahres-Programm zum Ausbau der Kurzzeit- und Tagespflegeplätze, die jährlich mit 25 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt gefördert werden sollen, sieht die SPD-Landtagsfraktion einen zusätzlichen jährlichen Finanzierungsbedarf in Höhe von 45 Millionen für einen Wiedereinstieg in die Förderung der strukturellen Pflege zu Hause und der Stärkung der teilstationären und stationären Pflegeinfrastruktur, 40 Millionen Euro für die Übernahme der Ausbildungskostenpauschale im Heimpflegesatz sowie generell eine höhere Förderung der Pflegeausbildung mit 20 Millionen Euro. Diese Beträge wird die SPD-Landtagsfraktion im Zuge der Beratungen zum Doppelhaushalt 2020/21 einbringen.

„Ich sehe es als unsere gesellschaftliche Pflicht, Menschen am Ende ihres Lebens finanziell zu entlasten und nicht auf den Kosten ihrer Pflege sitzen zu lassen.“ Daher ist für die SPD-Landtagsfraktion klar, dass nur „Kost und Logis“ weiter von den Pflegebedürftigen zu zahlen ist und die pflegebedingten Kosten im Heim voll von der Pflegeversicherung übernommen werden müssen.

Das gesamte Positionspapier finden Sie hier:
https://www.spd-landtag-bw.de/altenpflege/