Die Krankheitsreserve muss endlich aufgestockt werden!

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Rainer Hinderer MdL: „Die Zahlen zur Unterrichtsversorgung zeigen deutlich, dass die Krankheitsreserve endlich aufgestockt werden muss!"

 

„Niemandem ist geholfen, wenn zwar auf dem Papier die Versorgung der Schulen zu Schuljahresbeginn im Durchschnitt bei fast 100 Prozent liegt, bei der ersten Erkältungswelle der Stundenplan jedoch wie ein Kartenhaus zusammenfällt“. Die SPD fordert deshalb umgehend die Aufstockung der Vertretungsreserve auf 2.000 Lehrkräfte und mittelfristig einen Versorgungsgrad der Schulen von mindestens 106 Prozent. In diesem Zusammenhang ist eine Zahl besonders auffällig. An den Gemeinschaftsschulen in Heilbronn fielen in der landesweiten Erhebungswoche im November 13,4 Prozent des Unterrichts aus, was sich auf die Krankheit einiger Lehrkräfte zurückführen lässt. Eine funktionierende und gut ausgestattete Krankheitsreserve, hätte die Probleme an dieser Stelle lösen können.

 

Mit der Antwort auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten und den nachgereichten Zahlen des Kultusministeriums zum aktuellen Schuljahr zeigt sich Rainer Hinderer nicht zufrieden. „Wenn man in der Landesregierung die Probleme doch kennt, warum wird dann nichts getan“ ärgert sich Rainer Hinderer. „Immerhin hat die SPD-Fraktion bei den Haushaltsberatungen den Antrag gestellt, dass die Krankheitsreserve auf 2.000 Stellen ausgebaut wird. Die Regierungsfraktionen konnten dieser Forderung aber nicht folgen. „Wir haben in der Stadt Heilbronn die zweithöchste Ausfallrate aller baden-württembergischen Kreise. Höchste Zeit also für die Heilbronner Schülerinnen und Schüler, dass die Krankheitsreserve ausgebaut wird.“

 

Aufmerksam macht Hinderer auf die prekäre Situation der Grundschulen: „Dort können die Kinder nicht einfach nach Hause geschickt werden, was erklärt, warum die Zahlen zum Unterrichtsausfall zwar besser aussehen. Die Realität ist aber eine andere.“ Er fordert eine schonungslose Analyse und entschiedenere Maßnahmen von Grün-Schwarz. Die SPD hat in den Haushaltsverhandlungen jüngst die Erhöhung der Studienplätze im Bereich Grundschule um 220 und im Bereich Sonderpädagogik um 260 gefordert, um zumindest mittelfristig Entlastung für die Schulen zu garantieren. Die Regierungsfraktionen waren aber nicht bereit, diesem Ansinnen der SPD zu folgen, und haben diese Erhöhung unisono abgelehnt.