Einblicke in ambulante Pflege

Veröffentlicht in Wahlkreis

Rainer Hinderer: „Die ambulante Pflege ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die aber sehr viel Freude bereitet und verbreitet. Pflegekräfte haben mehr Anerkennung verdient – nicht nur bei diesen hohen Temperaturen.“

 

Auf Einladung des bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. – bekam der Heilbronner Abgeordnete und Vorsitzende des Sozialausschusses, Rainer Hinderer einen Einblick in die Arbeit der ambulanten Pflege. Bei der Begleitung bei einem Hausbesuch und im Gespräch mit der Geschäftsführerin von pro individuum, Aida Leibbrand und dem Landesbeauftragten des bpa, Berthold Denzel, war neben dem gestiegenen Fachkräftebedarf auch die Anerkennung ausländischer Pflegefachkräfte Thema. Die Pflegeexperten bestätigten, dass ohne eine fundierte Ausbildung und den Einsatz von Pflegekräften mit Migrationshintergrund weder die ambulante noch die stationäre Pflege sichergestellt werden können. Deshalb fordert Hinderer die Landesregierung auf, die Anerkennungsverfahren beim Regierungspräsidium Stuttgart zu beschleunigen. Auch beim Thema neue, generalistische Pflegeausbildung – also die Zusammenführung von Kranken- und Altenpflegeausbildung - zeigt er sich entschlossen. „Wir müssen dafür sorgen, dass junge Menschen sich für eine Ausbildung in der Pflege begeistern“, so Hinderer. Deshalb ist für ihn auch klar, dass die Ausbildungsstätten, vor allem die für die Altenpflege, so unterstützt werden müssen, dass sie auch in der neuen Struktur ihre Ausbildungskapazitäten erhalten oder sogar noch ausbauen können. „Wir fordern in unserem Positionspapier daher die Zahl der Auszubildenden bis 2023, um mindestens 10 Prozent zu erhöhen. Für uns gehört aber auch eine tariflich gute Bezahlung, der Ausbau der betrieblichen Gesundheitsprävention und die Nutzung technischer Hilfsmittel dazu.“

 

Nach dem Motto „ambulant vor stationär“, will die SPD-Landtagsfraktion auch pflegebedürftigen Menschen ermöglichen, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben zu können. „Deshalb wollen wir einen deutlichen Ausbau der Tages- und Kurzzeitpflege. Wir fordern ein Fünfjahres-Programm mit 500 zusätzlichen Plätzen pro Jahr, das wir mit 25 Millionen Euro pro Jahr aus dem Landeshaushalt fördern wollen. Außerdem muss die ambulante Pflege bei Personen mit starkem Unterstützungsbedarf durch ein abgestimmtes Konzept von technologischer und hauswirtschaftlicher bzw. betreuender Hilfe zu einem verlässlichen Rund-um-die-Uhr-Angebot ergänzt werden.“

 

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